Ergonomische Unterschiede bei Radtypen

Die unterschiedlichen Sitzpositionen wirken sich direkt auf die Ergonomie eines Rades aus. Durch die unterschiedliche Neigung des Rückens ändert sich das Verhältnis der Körpergewichtsverteilung auf die drei Kontaktpunkte Sattel, Lenker und Pedale. Das bedeutet, dass sich die Einstellungen je nach Radtyp unterscheiden.

Hollandrad

Auf dem Hollandrad sitzt Du bequem. Deine Haltung ist aufrecht, fast senkrecht (90° Rückenwinkel zur Waagerechten). Lenker und Griffe sind sehr nah am Oberkörper.

Vorteil:

Die Belastung für Arme und Hände ist sehr gering.

Nachteil:

Das Gewicht lastet ausschließlich auf dem Gesäß.

Cityrad

Das Cityrad bietet eine gute Übersicht im Verkehr. Du sitzt mit leicht geneigtem Oberkörper (circa 60 bis 70°Rückenwinkel zur Waagerechten). Alle Cityräder haben einen hohen Lenker.

Vorteil:

Der aufrechte Sitz bringt gute Übersicht im Verkehr. Die Kraft kann beim Antritt solide aufs Pedal gebracht werden.

Nachteil:

Der hohe Sitz verleitet schnell zum Zusammensacken der Wirbelsäule. Die Arme werden oft zum hohen Lenker durchgestreckt. Die Folge: verspannte Schultern und schmerzende Hände.

Trekkingrad

Das Trekkingrad eignet sich besonders für längere Fahrten. Der Oberkörper ist hier deutlich geneigt (30 bis 60° Rückenwinkel zur Waagerechten). Der Abstand zwischen Lenker und Sattel ist relativ groß.

Vorteil:

Schultern, Nacken und Hände übernehmen mehr Anteile der Stützarbeit und fördern so einen abwechslungsreichen Fahrstil. Rücken, Wirbelsäule und Gesäß werden entlastet, was besonders bei längeren Fahrten wichtig ist. Die Kraft kann vom ganzen Körper gut auf die Pedale gebracht werden.

Nachteil:

Die Muskulatur sollte für diese höhere Beanspruchung trainiert sein.

Mountainbike

Mit einem Mountainbike fährst Du sportlich und kraftvoll in jedem Terrain. Du sitzt meistens in einer geneigten Position (15 bis 30° Rückenwinkel zur Waagerechten). Der Lenker ist meistens sehr breit (bis zu 800mm).

Vorteil:

Optimale Kraftübertragung.
Volle Kontrolle über dein Bike.

Nachteil:

Im Verkehrsalltag nicht optimal, dauerhaft leistungsorientierte Körperspannung.

Erfordert hochgradig ausgebildete Muskelbereiche. Rücken, Beine, Schultern, Bauch!

Gravel/Rennrad

Mit einem Road- oder Gravelbike fährst Du tempoorientiert und kraftvoll. Du sitzt in einer stark geneigten Position (15 bis 30° Rückenwinkel zur Waagerechten). Der Sattel ist höher als der Lenker.

Vorteil:

Optimale Kraftübertragung.
Aerodynamisch - geringer Luftwiderstand.

Nachteil:

Im Verkehrsalltag nicht optimal, dauerhaft leistungsorientierte Körperspannung.
Erfordert hochgradig ausgebildete Muskelbereiche. Rücken, Beine, Schultern, Bauch!

Kinder- oder Jugendrad

Kinder- und Jugendräder müssen viele Kriterien erfüllen. Zum einen sportlich und schnell in der Freizeit, zum anderen bequem und effizient im Alltag. Das kann nur durch eine perfekte Passform und richtige Radgröße erreicht werden.

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